Drei Jugendliche mit Schweißhelmen und Arbeitskleidung blicken lächelnd in die Kamera

Beruflicher Austausch

Förderung von internationalen Projekten beruflicher Schulen

Auszubildende haben selten die Chance, internationale Erfahrungen zu sammeln. Das wollen wir ändern, indem wir internationale Projekte von Berufsschulen, Berufsfachschulen, Fachschulen, Wirtschaftsschulen, Fachakademien, Fachoberschulen (FOS) sowie Berufsoberschulen (BOS) fördern.

Ein Beispiel ist der Austausch der drei beruflichen Schulen Landshut-Schönbrunn. Sie kooperieren zwei Jahre lang mit der Seminole Middle Highschool in Georgia, USA. Gemeinsam entwickeln die Schülerinnen und Schüler in fachübergreifenden Projekten Lösungen für Bodenbewirtschaftung, Biodiversität und den Einsatz ökologischer Ressourcen. Ziel ist es, innovative Ideen für die Produktion und Verarbeitung nachhaltiger Lebensmittel umzusetzen. Wir unterstützen das Projekt mit einer Anschubfinanzierung. Ab 2026 soll ERASMUS+ die langfristige Finanzierung sichern. Das Modellprojekt soll andere Bildungseinrichtungen ermutigen, internationale Kooperationen einzugehen.

Diese internationalen beruflichen Projekte fördern wir

Unsere Stiftung fördert innovative Projekte der beruflichen Bildung, auch in Ergänzung zum EU-Bildungsprogramm ERASMUS+-Berufsbildung. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Praktika, die kürzer als zwei Wochen dauern,
  • Gemeinsame Projekte mehrerer beruflicher Schulen als regionales oder branchenspezifisches Netzwerk, wenn der Austausch nicht in Erasmus+ durchgeführt werden kann,
  • Gemeinsame Projekte mit anderen Trägern, z. B. Mittelschulen, Realschulen, Förderschulen, Universitäten, Trägern des Jugendaustauschs,
  • Austausch in Länder, die über eine Erasmus+-Akkreditierung nicht abgebildet werden können, weil das weltweite Budget bereits ausgeschöpft ist,
  • Veranstaltungen im In- oder Ausland, bei denen Begegnungen zwischen beruflichen Schülern oder Jugendlichen aus mehreren Ländern stattfinden,
  • Vorbereitende Besuche durch Lehrkräfte, Ausbilder, Fachkräfte der Jugendarbeit.

Möglich sind dabei

  • Anschubfinanzierungen, um Projekte mittel- und langfristig in Erasmus+ zu überführen,
  • Zwischenfinanzierungen für neue Vorhaben, wenn keine Erasmus+-Mittel zur Verfügung stehen

Wichtige Voraussetzungen für eine Förderung:

1. Das Projekt bietet eine Innovation oder einen Mehrwert, den es so noch nicht gibt. 

2. Das Land passt zum angestrebten Projekt.

3. Die Ergebnisse werden während und nach Projektende öffentlichkeitswirksam dargestellt, Projekte werden verstetigt, Netzwerke werden aufgebaut und erhalten. Auf Wunsch unterstützen wir bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Diese Förderprojekte planen wir im Jahr 2026

  • Netzwerk Kinderpflege 2.0: Fortsetzung des gemeinsamen Projekts zwischen fünf bayerischen Berufsschulen aus drei Regierungsbezirken mit finnischen Partnern
  • Netzwerk Heilerziehungspflege: Projekt einer oder mehrerer Fachschulen für Heilerziehungspflege mit jeweils kleineren Schülergruppen und einer Begleitperson, bei der in einem frei gewählten Zielland ein fachspezifisches Thema umgesetzt wird. Budget: jeweils 25.000 Euro für die Jahre 2026 und 2027
  • Berufliche Begegnung in einem skandinavischen Land: Schülerinnen und Schüler von beruflichen Schulen sowie Mittel- und Realschulen begegnen Jugendlichen in Finnland, Norwegen, Schweden, Dänemark oder den baltischen Staaten und erarbeiten gemeinsam ein sicherheitsbezogenes Thema (z. B. Demokratiebildung und -sicherung). Das Projekt kann kurze Praktika und Hospitationen umfassen. Budget: Einmalig 30.000 Euro
  • Künstliche Intelligenz / Robotik: Schülerinnen und Schüler einer oder mehrerer beruflicher Schulen arbeiten mit Jugendlichen aus einem frei wählbaren Zielland an einem Projekt im Bereich Künstliche Intelligenz oder Robotik. Ebenfalls möglich ist eine Kooperation mit einer oder mehreren Realschulen. Budget: 30.000 Euro für das Schuljahr 26/27
  • Projekte im Vereinigten Königreich: Die Stiftung unterstützt berufliche Schulen, die neue Vorhaben mit dem Vereinigten Königreich umsetzen oder durch den Brexit beendete Projekte wiederaufnehmen möchten. Budget: 40.000 Euro für das Schuljahr 26/27
  • Berufsvorbereitungsjahr: Kleine Schülergruppen von einer oder zwei Berufsschulen im Berufsvorbereitungsjahr und ihre Begleitpersonen verbringen mehrere Tage in Bayern und im Land einer Partnereinrichtung und arbeiten gemeinsam an einem Projekt. Die Auslandserfahrung soll sie zu einem Erasmus+-Betriebspraktikum während der späteren Ausbildung ermutigen. Budget: Einmalig 15.000 Euro

    Weitere Projektvorhaben von beruflichen Schulen können gemeinsam mit der Stiftung individuell beraten werden. 

    Voraussetzungen für alle Projekte:

    1. Das Projekt dauert mindestens fünf Tage.
    2. Eine der beteiligten Schulen bringt Erasmus+-Erfahrung mit.

Schulen, die einen Austausch planen, wenden sich bitte an die zuständigen Referenten:
Wolfgang Schwarzenberger
Judith Fesser
Porträt Judith Fesser
Beratung und Information von Projektträgern, Programmentwicklung
Heiko Hirtreiter
Heiko Hirtreiter
Berufliche Bildung, Beratung und Information von Projektträgern, Programmentwicklung