Teilnehmende des Netzwerktreffens im Sitzungssaal des Altöttinger Rathauses
14. Oktober 2026

Altötting vernetzt Akteure des internationalen Jugendaustauschs

Stadt und Stiftung fördern Zusammenarbeit von Schulen, Vereinen und Jugendarbeit

Mehr als zwanzig Vertreter aus Politik, Schulen, Vereinen und Jugendarbeit trafen sich Anfang Oktober im Altöttinger Rathaus. Die Stadt Altötting und die Stiftung Jugendaustausch Bayern hatten zum Treffen „Aus Oberbayern in die Welt: Möglichkeiten für den internationalen Jugend- und Schüleraustausch“ eingeladen. Ziel ist es, ein regionales Netzwerk für Jugendaustausch in Altötting und dem Landkreis aufzubauen, das vor allem Jugendliche an Mittel-, Real-, Förder- und beruflichen Schulen erreicht.

Ungleiche Chancen beim Austausch

Jugendliche an nicht-gymnasialen Schularten nehmen seltener an Auslandsaufenthalten teil. Studien zeigen: Für eine Gymnasiastin ist es fast zehnmal wahrscheinlicher an einem Austausch teilzunehmen als für einen Mittelschüler. Die Stiftung Jugendaustausch Bayern möchte das ändern. Jeder junge Mensch in Bayern soll während seiner Schul- oder Ausbildungszeit an einem Jugendaustausch teilnehmen können. Die Stiftung informiert über Angebote, fördert innovative Projekte und setzt auf regionale Netzwerke sowie Kooperationen.

Gute Voraussetzungen in Altötting

Altötting bietet ideale Bedingungen für das Netzwerk. Die Stadt pflegt über das europäische Netzwerk „Shrines of Europe“ langjährige Städtepartnerschaften. Berufliche und allgemeinbildende Schulen führen bereits eigene Auslandsprojekte durch. Dazu gehören der jährliche Schüleraustausch mit Loreto, ein trilateraler Austausch der Herzog-Ludwig-Realschule mit Schulen in Lourdes und Częstochowa sowie das Fußballturnier „Youngs for Peace“ in Fátima, an dem eine Mannschaft der JFG Ötting-Inn teilnimmt.

„Durch die Shrines of Europe und unsere Städtepartnerschaften verfügen wir über ein wunderbares europäisches Netz und Kontakte, die wir sehr gerne unseren Schulen und Vereinen zur Verfügung stellen“, sagt Stephan Antwerpen, Erster Bürgermeister der Stadt Altötting.

Fördermittel gezielt nutzen

Beim ersten Treffen knüpften Teilnehmende Kontakte, sammelten Ideen für neue Projekte und berieten, wie sich Fördermittel gezielt einsetzen lassen. Geld für Austauschprojekte stellen unter anderem Erasmus+, die Jugendwerke und die Stiftung bereit. Einen Überblick bietet die Förderdatenbank im Infoportal „Wie ins Ausland?“.

„Altötting schlägt längst Brücken ins Ausland. Doch nicht alle nutzen sie. Als Stiftung knüpfen wir die losen Fäden zu einem tragfähigen Netz. Altötting kann zeigen, wie das in der Region am besten gelingt“, sagt Wolfgang Schwarzenberger, Geschäftsführer der Stiftung Jugendaustausch Bayern.

Ein Modell für weitere Regionen

Die Stiftung möchte die Erfahrungen aus Altötting auf weitere Städte und Landkreise in Bayern übertragen. Das Netzwerk steht allen offen, die in der Stadt und dem Landkreis Altötting mit Jugendlichen arbeiten: Mittel-, Real-, Förder- und berufliche Schulen, Vereine, Jugendverbände, Unternehmen und Handwerksbetriebe. Wer Interesse hat, meldet sich bei der Stiftung oder der Stadt.

Kontakte:

Wolfgang Schwarzenberger
Tel: +49 89 20 00 637 – 82
wolfgang.schwarzenberger@jugendaustauch.bayern

Ulrike Kirnich
Tourismusdirektorin
Tel: +49 8671 5062-39
ulrike.kirnich@altoetting.de